City Cooperation

eine Verbund von 24 Städten aus 3 Ländern

Wenn sich 24 Städte aus drei Ländern und drei unterschiedlichen Sprachen zu einem gemeinsamen Verbund zusammenschließen möchten, ist das keine einfache Aufgabe. Wie es trotzdem gelingen kann, zeigt das Projekt City Cooperation.

Von der Randlage in die Mitte Europas

Es ist erst 20 Jahre her, dass die 24 Städte durch drei Eiserne Vorhänge zwischen dem Westen, dem Osten und dem südlichen Yugoslawien hermetisch voneinander abgeriegelt waren. Trotzdem ist auch in dieser Zeit der Kontakt zwischen den Nachbarn nie verloren gegangen. Die Grenzöffnung und der Beitritt aller drei Länder zur Europäischen Union hat es ermöglicht, jahrtausendealte wirtschaftliche, kulturelle und persönliche Beziehungen wieder aufleben zu lassen. Während die 24 Städte einst am Rand der wirtschaftlichen Blöcke lagen, finden sie sich nun vereint in der Mitte Europas wieder.

Grenzen überwinden und Visionen realisieren

Nach Jahrzehnten des wirtschaftlichen Stillstandes an der Grenze und der zunehmenden Konkurrenz durch die großen Ballungszentren gilt es nun für die 24 Städte, die neuen Chancen der Grenzöffnung zu nutzen. Diese Herausforderung kann nur gemeinsam bewältigt werden. Das ist die Überzeugung von Walter Imp, aktiver Unternehmer aus der Stadt Feldbach. Schon vor 10 Jahren hat er begonnen, die Städte in der Oststeiermark, in Westungarn und in Ostslowenien von einer engeren Zusammenarbeit zu überzeugen. Nach vielen intensiven Treffen, Konferenzen und ersten erfolgreichen gemeinsamen Projekten haben sich im Jahr 2008 sieben ungarische, acht österreichische und neun slowenische Städte zum Verbund der 24 Städte zusammengeschlossen.

Die Europäische Union unterstützt die Zusammenarbeit über die Grenze

Bereits seit vielen Jahren unterstützt die Europäische Union regionale Initiativen, um die Zusammenarbeit über die Grenzen der europäischen Staaten zu fördern. Nach langer Zeit der Vorbereitung ist der Städtekooperation gelungen, für den Aufbau eines grenzübergreifenden Städteverbundes von der Europäischen Union, der Republik Ungarn, der Republik Slowenien und dem Land Steiermark im Rahmen der Programme Slowenen-Österreich und Österreich-Ungarn Unterstützung zu erhalten.

Innenstädte gemeinsam beleben

Das Herz der Städtekooperation sind die Innenstädte, die schon seit Jahrhunderten Mittelpunkt des Handels und der Kultur der gesamten Region sind. Diese regionalen Zentren sollen durch Aktivitäten der 24 Städte noch stärker belebt werden. Eine Fülle von gemeinsamen Aktivitäten werden die Attraktivität erhöhen und zusätzliche Kaufkraft und Kunden anziehen. Umgesetzt werden unter anderem städteübergreifende Geschenkgutscheine, Bonusaktionen der Wirtschaft, 24 Städte Vorteilshefte, Bewerbung durch audivisuelle Medien und neue Angebote für Kinder.

Vielfalt der 24 Städte nach außen präsentieren

Die 24 Städte präsentieren eine einzigartige geschichtliche, architektonische, kulturelle und kulinarische Vielfalt auf engstem Raum. Diese Vielfalt soll durch ein konzertiertes Marketing der 24 Städte mittels Broschüren, auf Messen und im Internet nach außen präsentiert werden, um neuen Gästen den Weg in die Region zu öffnen. Gleichzeitig soll die Begegnung zwischen den Städten durch aktive gegenseitige Bewerbung der großen Veranstaltungen und kulturellen und kulinarischen Highlights intensiviert werden.

24 Städte in 4 Sprachen entdecken

Hinter den Gebäuden und Menschen der 24 Städten verbergen sich unzählige spannende Geschichten aus vielen historischen Epochen und Kulturkreisen. Auf 24 Stadtrundgängen werden nun die interessantesten Ereignisse und Anekdoten jeder Stadt in der Sprache der Nachbarn und Gäste (englisch, deutsch, ungarisch oder slowenisch) erlebbar gemacht. Informative Stadtführer und Audioguides, auf denen die besten Stadtgeschichten zu hören sind, werden ab 2012 in allen 24 Städten jederzeit kostenlos verfügbar sein. Und weitere Aktionen zur Stärkung des 24 Städtebunds sind bereits in Vorbereitung.

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